Zwischen den Stühlen.

Gestern war es mal wieder so weit. Eine Aussage, die mich total überfordert hat.
Eine Aussage, die mir Angst gemacht und mich verunsichert hat.

„Entweder Sie machen da jetzt was oder Sie werden später massive Probleme haben…“

Was tun? Sofort fängt der Gedankenapparat an zu arbeiten. Ich stelle mir alle möglichen Szenarien vor und komme aus dem Grübeln nicht mehr heraus. Natürlich geht man dabei immer vom schlimmsten Fall aus. Klar.

Dann hatte ich eine Eingebung. Ein kurzer Besuch bei einem Menschen der nicht nur in der Theorie denkt, sondern jeden Tag Praxisbeispiele vor Ort hat.
Dieser Mann, der mich wieder auf den Boden der Tatsachen zurück geholt hat. Dieser Mann, der mir vielleicht unbewusst aber dafür umso intensiveren psychischen Beistand geleistet hat. Diesem Mann bin ich so dankbar!

Was ich Euch damit sagen möchte…
Wenn ihr eine Aussageoder Diagnose bekommt, bei der ihr erst mal schluckt…
Steckt nicht gleich den Kopf in den Sand und blast Trübsal. Nein. Schaltet euren gesunden Menschenverstand ein und betrachtet das „Problem“ von außen.
Und: redet darüber! Nacher schaut alles garnicht mehr so schwarz aus.

In diesem Sinne: frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr! 🙂

Die Selbstverständlichkeit.

Mir fällt in letzter Zeit immer mehr auf, dass viele Menschen alles als selbstverständlich ansehen.
Gesundheit, Sehkraft, Arme, Beine und sogar Menschen.

Aber nichts im Leben ist selbstverständlich. So ist das nun mal.
Die Einsicht kommt leider meistens erst, wenn etwas passiert ist. Ein Unfall, Burnout, Tod eines Freundes, Verwandten oder Bekannten…

Viele haben mittlerweile die Einstellung: „Jetzt mach ich erst mal Karriere und kann mir später dann ein schönes Leben machen!“ – aber wann ist später? Erleben wir später?

Mein Papa hat vor kurzem zu mir gesagt: „Leb‘ jetzt! Du bist gesund, es geht dir gut – also genieß es!“
Ich finde, er hat Recht!

Ich werde auch immer wieder durch Kleinigkeiten daran erinnert, dass nichts im Leben selbstverständlich ist. Tod eines lieben Menschen, Krankheit oder Menschen, die einem das Leben unnötig schwer machen – aus welchen Gründen auch immer. Solche Situationen erinnern mich immer wieder, wie gut es mir geht. Ich bin froh, dass ich gesund bin, laufen kann, sehen und hören kann und liebe Menschen um mich habe. Ich habe bisher nicht die große Karriere gemacht, dennoch bin ich zufrieden mit dem was ich habe und mit dem was ich mir leisten kann.

Ich glaube, wir sollten uns öfter Gedanken darüber machen, was wir haben und wie gut es uns eigentlich geht.

Zufriedenheit ist nicht selbstverständlich. Zufriedenheit ist essentiell. Punkt.