kreativ sein.

Nach längerer Pause…

…habe ich eine neue kreative Seite an mir entdeckt. 🙂

Ich habe erfolgreich meinen ersten Nähkurs bei Madam Tam Tam in Augsburg absolviert. Und ich kann die liebe Rebecca für Neueinsteiger, aber auch fortgeschrittene Näherinnen und Näher nur empfehlen.
Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich eine Nähmaschine bedient –
zuvor war das ein vollkommen unverständliches Metier für mich Grobmotoriker. 🙂

Was mich aber am meisten fasziniert hat, ist die endlose Kreativität.
Ich konnte selber entscheiden, wie ich mein Nähstück gestalte, welchen Stoff ich nehme und wie ich diese Teile zusammen setze. Genau das hat mich dann dazu inspiriert mir selbst eine Nähmaschine zuzulegen.

Dank meiner lieben Cousine bin ich mittlerweile im Besitz einer W6 Overlock Nähmaschine N 454D. Und ich liebe sie!

Meinen ersten selbst genähten Pulli, den ich wirklich ganz alleine nach dem Schnittmuster Missy von Melian’s kreativem Stoffchaos genäht habe, möchte ich euch deshalb nicht vorenthalten. 🙂

Ich bin wirklich sehr stolz! 🙂
Und es macht so viel Spaß!
Nähen

Tipps für gute Stoffshops, einzigartige Stoffe, Schnittmuster und auch Bilder von euch dürft ihr mir gerne zukommen lassen.

Ich werde auf jeden Fall weiter dran bleiben und hoffentlich noch viele tolle Kleidungsstücke selbst gestalten! 🙂

 

 

Zwischen den Stühlen.

Gestern war es mal wieder so weit. Eine Aussage, die mich total überfordert hat.
Eine Aussage, die mir Angst gemacht und mich verunsichert hat.

„Entweder Sie machen da jetzt was oder Sie werden später massive Probleme haben…“

Was tun? Sofort fängt der Gedankenapparat an zu arbeiten. Ich stelle mir alle möglichen Szenarien vor und komme aus dem Grübeln nicht mehr heraus. Natürlich geht man dabei immer vom schlimmsten Fall aus. Klar.

Dann hatte ich eine Eingebung. Ein kurzer Besuch bei einem Menschen der nicht nur in der Theorie denkt, sondern jeden Tag Praxisbeispiele vor Ort hat.
Dieser Mann, der mich wieder auf den Boden der Tatsachen zurück geholt hat. Dieser Mann, der mir vielleicht unbewusst aber dafür umso intensiveren psychischen Beistand geleistet hat. Diesem Mann bin ich so dankbar!

Was ich Euch damit sagen möchte…
Wenn ihr eine Aussageoder Diagnose bekommt, bei der ihr erst mal schluckt…
Steckt nicht gleich den Kopf in den Sand und blast Trübsal. Nein. Schaltet euren gesunden Menschenverstand ein und betrachtet das „Problem“ von außen.
Und: redet darüber! Nacher schaut alles garnicht mehr so schwarz aus.

In diesem Sinne: frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr! 🙂

Die Selbstverständlichkeit.

Mir fällt in letzter Zeit immer mehr auf, dass viele Menschen alles als selbstverständlich ansehen.
Gesundheit, Sehkraft, Arme, Beine und sogar Menschen.

Aber nichts im Leben ist selbstverständlich. So ist das nun mal.
Die Einsicht kommt leider meistens erst, wenn etwas passiert ist. Ein Unfall, Burnout, Tod eines Freundes, Verwandten oder Bekannten…

Viele haben mittlerweile die Einstellung: „Jetzt mach ich erst mal Karriere und kann mir später dann ein schönes Leben machen!“ – aber wann ist später? Erleben wir später?

Mein Papa hat vor kurzem zu mir gesagt: „Leb‘ jetzt! Du bist gesund, es geht dir gut – also genieß es!“
Ich finde, er hat Recht!

Ich werde auch immer wieder durch Kleinigkeiten daran erinnert, dass nichts im Leben selbstverständlich ist. Tod eines lieben Menschen, Krankheit oder Menschen, die einem das Leben unnötig schwer machen – aus welchen Gründen auch immer. Solche Situationen erinnern mich immer wieder, wie gut es mir geht. Ich bin froh, dass ich gesund bin, laufen kann, sehen und hören kann und liebe Menschen um mich habe. Ich habe bisher nicht die große Karriere gemacht, dennoch bin ich zufrieden mit dem was ich habe und mit dem was ich mir leisten kann.

Ich glaube, wir sollten uns öfter Gedanken darüber machen, was wir haben und wie gut es uns eigentlich geht.

Zufriedenheit ist nicht selbstverständlich. Zufriedenheit ist essentiell. Punkt.

 

 

Ode an die Liebe.

Man muss einiges mit gemacht haben. Dafür, dass man das es zu schätzen weiß, wenn der Traum vom eigenen Märchen wahr wird. Wenn man seinen Traumprinzen gefunden hat.

Eigentlich hab ich mir das immer gewünscht. So glücklich und zufrieden zu sein wie meine Eltern. Zusammen alt werden. Alles zu teilen. Bedingungslos zu lieben. Aufeinander aufpassen und füreinander da sein.
Nur hat das leider nie so geklappt, wie ich mir das vorgestellt habe.
Verschiedene Wünsche vom Leben, Eifersucht, Untreue… das ganze Programm. „Perfekt“ gibt es nicht, wird einem eingeredet. „Such dir einen mit Geld. Denn die Liebe vergeht und Hektar besteht. Dann hast du wenigstens keine finanziellen Sorgen“.
Und irgendwann denkt man, dass man sich mit etwas zufrieden geben muss. Dass es perfekt wirklich nicht gibt. Dass man sich arrangieren muss – wenn man nicht alleine sein möchte. Aber das stimmt nicht.

Ich weiß noch, wie ich anfangs gesagt habe: „Das ist ein Traum. Ich kann nicht fassen, dass es so toll zwischen uns ist. Dass DU so toll bist!“ Die Antwort war ernüchternd und vielversprechend zugleich: „Komm damit klar!“ – Komm damit klar, das hat er zu mir gesagt. Mit einem Lächeln im Gesicht, dass ich nicht wieder vergessen werde. Und er sieht mich immer noch genauso an.

Ich hätte nie gedacht, dass das Zusammensein mit einem Menschen so leicht sein kann. So unbeschwert. So liebevoll.
Es ist mein Traum. Mein Märchen. Unser Märchen.
Und ich wünsche mir so sehr, dass das so bleibt. Aber eigentlich weiß ich es. Ich fühle es.
Weil wir uns zu schätzen wissen. Füreinander da sind. Beste Freunde sind. Aufeinander aufpassen und bedingungslos lieben.

Die Menschen machen das Leben kostbar. Und ich kann mich so glücklich schätzen, dass ich einen dieser kostbaren Menschen gefunden habe. Einen, der das genauso sieht.

Du und ich.

#EinBuchfuerKai

„Erst wenn der letzte Fisch gefangen, der letzte Baum gerodet und der letzte Fluss vergiftet ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“

Dieses Zitat am Ende des Buchs „Willkommen im Meer“ von Kai-Erich Fitzner hat mich zum nachdenken gebracht. Auch über das Buch.

Eigentlich schockiert es mich, dass wir mittlerweile soweit sind. Soweit, dass Geschichten wie diese nicht sofort einen Verleger finden. Vermutlich weil es sich gegen das System richtet. Unterschwellig.

Ein Lehrer zieht an einen neuen Ort, um an einer Schule zu unterrichten. Einem sogenanntes „Elite-Gymnasium“. Er erzieht Schüler dazu, kritisch zu hinterfragen und sich eine eigene Meinung zu bilden. Damit eckt er an. Fast das komplette Kollegium stellt sich gegen ihn. Nur weil er die Meinung vertritt, dass die Gauß’sche Normalverteilung nicht Standard sein muss? Weil er sich freut, wenn seine Schüler sich verbessern? Der Wahnsinn.

Einer dieser Schüler zieht nach kurzem bei ihm zu Hause ein, nachdem sein Vater ihn raus geworfen hat. Er ist sich zunächst nicht sicher, ob das korrekt ist. Seine Frau erinnert ihn aber wieder an das, was wirklich wichtig ist. Dass man aufeinander aufpasst.

All diese verborgenen Botschaften lassen mich nun wieder klar sehen. Was wirklich wichtig ist im Leben und dass man Geld nicht essen kann. All der Reichtum macht meiner Meinung nach die meisten Menschen zu Monstern. Sie können nicht genug bekommen, und haben brutale Angst, dass sich ihr Vermögen wieder verringert.
Es ist schön, wenn Geld keine Rolle spielt. Allerdings kann man es dafür einsetzen anderen zu helfen. Aufeinander aufpassen. Die Welt ein kleines bisschen besser machen. Auch diese Botschaft hat das Buch mir gegeben.

An dieser Stelle: ganz herzlichen Dank an Johannes Korten! Er hat dazu beigetragen, dass diese Geschichte Gehör findet – und gleichzeitig die gewaltige Macht der sozialen Medien genutzt um Kai’s Familie zu helfen, nachdem er einen Schlaganfall erlitten hat.
Ich hoffe, wir dürfen noch mehr von dir lesen, Kai!

Der Sinn.

Als Kind habe ich mir noch keine Gedanken über den Sinn des Lebens gemacht. Ich war sorgenfrei und habe einfach vor mich hin gelebt. Schön war das.
Über die Jahre hinweg habe ich mir immer wieder Gedanken über meinen Sinn gemacht. Meine Aufgabe. Ich kann für mich sagen, dass ich kein festes Ziel definiert habe. Es wächst – und irgendwie ist ja auch der Weg das Ziel.

Mittlerweile steht aber eines für mich fest: es sind die Menschen, die zählen. Es sind die Menschen, die mir gut tun. Die mir meine Fehler verzeihen, meine Träume verstehen und immer für mich da sind, wenn ich sie brauche. Die bedingungslos lieben.
Ohne diese Menschen wäre mein Leben sinnlos. Je älter ich werde, desto mehr stelle ich fest, wer meine wahren Freunde sind. Es sind die Menschen, bei denen ich mich auch nach längerer Zeit wieder melden kann und es hat sich nichts zwischen uns verändert. Es sind die Menschen, bei denen ich mich zu jeder Tages- und Nachtzeit melden kann, wenn ich Hilfe brauche. Es sind nicht viele. Aber sie sind da. Und sie werden immer da sein. Bedingungslos.

Die Menschen machen mein Leben kostbar. Und wenn ich alt bin, möchte ich einen Mann haben, der mich auch nach 50 Jahren Ehe noch so verliebt wie am ersten Tag anschaut. Kinder und Enkelkinder, die jederzeit willkommen sind und mit denen ich viel unternehme. Zeit verbringe. Etwas erlebe.
Und Freunde – die wahren Freunde.

Es mag sich vielleicht kitschig anhören, aber genau das ist mein Sinn. Und der Weg dorthin hält hoffentlich noch viele unvergessliche Erlebnisse und Erinnerungen bereit. Mit den Menschen. Denen, die wichtig sind.