Der Sinn.

Als Kind habe ich mir noch keine Gedanken über den Sinn des Lebens gemacht. Ich war sorgenfrei und habe einfach vor mich hin gelebt. Schön war das.
Über die Jahre hinweg habe ich mir immer wieder Gedanken über meinen Sinn gemacht. Meine Aufgabe. Ich kann für mich sagen, dass ich kein festes Ziel definiert habe. Es wächst – und irgendwie ist ja auch der Weg das Ziel.

Mittlerweile steht aber eines für mich fest: es sind die Menschen, die zählen. Es sind die Menschen, die mir gut tun. Die mir meine Fehler verzeihen, meine Träume verstehen und immer für mich da sind, wenn ich sie brauche. Die bedingungslos lieben.
Ohne diese Menschen wäre mein Leben sinnlos. Je älter ich werde, desto mehr stelle ich fest, wer meine wahren Freunde sind. Es sind die Menschen, bei denen ich mich auch nach längerer Zeit wieder melden kann und es hat sich nichts zwischen uns verändert. Es sind die Menschen, bei denen ich mich zu jeder Tages- und Nachtzeit melden kann, wenn ich Hilfe brauche. Es sind nicht viele. Aber sie sind da. Und sie werden immer da sein. Bedingungslos.

Die Menschen machen mein Leben kostbar. Und wenn ich alt bin, möchte ich einen Mann haben, der mich auch nach 50 Jahren Ehe noch so verliebt wie am ersten Tag anschaut. Kinder und Enkelkinder, die jederzeit willkommen sind und mit denen ich viel unternehme. Zeit verbringe. Etwas erlebe.
Und Freunde – die wahren Freunde.

Es mag sich vielleicht kitschig anhören, aber genau das ist mein Sinn. Und der Weg dorthin hält hoffentlich noch viele unvergessliche Erlebnisse und Erinnerungen bereit. Mit den Menschen. Denen, die wichtig sind.