#EinBuchfuerKai

„Erst wenn der letzte Fisch gefangen, der letzte Baum gerodet und der letzte Fluss vergiftet ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“

Dieses Zitat am Ende des Buchs „Willkommen im Meer“ von Kai-Erich Fitzner hat mich zum nachdenken gebracht. Auch über das Buch.

Eigentlich schockiert es mich, dass wir mittlerweile soweit sind. Soweit, dass Geschichten wie diese nicht sofort einen Verleger finden. Vermutlich weil es sich gegen das System richtet. Unterschwellig.

Ein Lehrer zieht an einen neuen Ort, um an einer Schule zu unterrichten. Einem sogenanntes „Elite-Gymnasium“. Er erzieht Schüler dazu, kritisch zu hinterfragen und sich eine eigene Meinung zu bilden. Damit eckt er an. Fast das komplette Kollegium stellt sich gegen ihn. Nur weil er die Meinung vertritt, dass die Gauß’sche Normalverteilung nicht Standard sein muss? Weil er sich freut, wenn seine Schüler sich verbessern? Der Wahnsinn.

Einer dieser Schüler zieht nach kurzem bei ihm zu Hause ein, nachdem sein Vater ihn raus geworfen hat. Er ist sich zunächst nicht sicher, ob das korrekt ist. Seine Frau erinnert ihn aber wieder an das, was wirklich wichtig ist. Dass man aufeinander aufpasst.

All diese verborgenen Botschaften lassen mich nun wieder klar sehen. Was wirklich wichtig ist im Leben und dass man Geld nicht essen kann. All der Reichtum macht meiner Meinung nach die meisten Menschen zu Monstern. Sie können nicht genug bekommen, und haben brutale Angst, dass sich ihr Vermögen wieder verringert.
Es ist schön, wenn Geld keine Rolle spielt. Allerdings kann man es dafür einsetzen anderen zu helfen. Aufeinander aufpassen. Die Welt ein kleines bisschen besser machen. Auch diese Botschaft hat das Buch mir gegeben.

An dieser Stelle: ganz herzlichen Dank an Johannes Korten! Er hat dazu beigetragen, dass diese Geschichte Gehör findet – und gleichzeitig die gewaltige Macht der sozialen Medien genutzt um Kai’s Familie zu helfen, nachdem er einen Schlaganfall erlitten hat.
Ich hoffe, wir dürfen noch mehr von dir lesen, Kai!